Das Jagdverhalten

Das Jagdverhalten gehört zum Arttypischen Verhalten unserer Hunde, es ist genetisch verankert.

Die Jagdintensität ist von Hund zu Hund unterschiedlich und Rassebedingt.

Das liegt daran dass den vielen unterschiedlichen Rassen, über lange Zeit, die einen Verhaltensweisen an- und die anderen abgezüchtet wurden.

So ist z.B. der Podenco Meister in der Suche und im Aufspüren, seinen Ohren, Augen und seiner Nase entgeht nichts. Zu dem verfügt er über eine enorme Ausdauer und legt schnellen Schrittes große Strecken zurück. Der Galgo ist ein Jäger auf Sicht, seinen scharfen Augen entgehen keine Bewegungsreize, er ist eher ein Kurzstreckensprinter, ein großer Meister in der Hetzjagd.

Alle Hunde lernen das hündische Jagdverhalten von Welpen an über das Spiel und dieses wird immer mehr ausgebaut.

Der Hund befindet sich bei der Jagd in einem Rauschähnlichen zustand, bedingt wird dies durch Hormonausschüttung. So ist das Hetzten allein, ein selbstbelohnendes Verhalten. Schon Halter von Welpen sollten mit Jagdersatztraining beginnen, der Hund lernt sich an seinem Halter zu orientieren und sicher heranzukommen. Wir können uns das Leben, mit einem guten Training erleichtern. Auch Podencos und Galgos sind in der Lage dies zu erlernen.

Die Jagdsequenz

Die Jagdsequenz ist eine Handlungskette aus einzelnen Verhaltensweisen, wird der "Stein" erst mal ins rollen gebracht, folgen die weiteren Verhaltensweisen fast wie automatisiert. Spätestens beim Hetzen, ist der weitere Verlauf der Handlungskette kaum noch aufzuhalten.

Die Handlungskette besteht aus

1. SUCHEN

Hier muss doch irgendwo etwas sein...

(Gerichtetes und ungerichtetes Suchverhalten)

2. AUFSPÜREN

Ich glaube, ich habe da etwas gehört...

(Gesehen, gerochen)


3. ORTEN

Oh ja, da ist es!

 4. ANZEIGEN, FIXIEREN, ANSCHLEICHEN

Jetzt bloß nicht bewegen.


 5. HETZEN

Attacke!

6. GREIFEN

Hab dich.


7. TÖTEN

Schütteln, bis es knackt.

 8. FRESSEN

Das habe ich mir verdient...